Der Buchsbaumzünsler

 

13.05.2018

Der Buchsbaumzünsler - Schrecken eines jeden Buchsbaum-Liebhabers.

Seit 2017 ist der Buchsbaumzünsler bei uns im mittleren Hessen in erschreckender Menge zu Gange. Er befällt die Buchsbäume je nach Garten mit bis zu hunderten von Raupen. In kürzester Zeit fressen Sie zum Teil die Buchsbäume komplett kahl. So könnte man meinen, dass der Buchsbaum sich relativ schnell wieder erholen könnte, wie das oft auch bei anderen Sträuchern nach Raupenbefällen der Fall ist. Doch der Buchsbaumzünsler schlägt mit 3-4 Generationen pro Jahr zu. Was also tun gegen den Schrecken des Gartens?

Wir haben inzwischen bei unzähligen Kunden die Buchsbäume entfernt, da unsere Kunden oft die Hoffnung aufgegeben haben oder eben auch den Anblick der kahlen Gerippe nicht mehr ertragen können.

Kunden setzten bereits Lockstofffallen ein, mit denen Sie aber natürlich auch nur einen Teil der Falter fangen können. Das begrenzt die Stückzahl der Zünsler nur etwas. Zusätzlich Spritzmittel einsetzen ist zwar auch eine Möglichkeit, aber wenn überhaupt sollte man auf chemische Keulen verzichten. Denn auch mit Chemie bleibt es ja nicht bei einem einmaligen Eingriff. Und es kann ja schließlich nicht gut sein, in seinem Garten 3-4 mal jährlich Giftstoffe zu versprühen. Diese töten auch Nützlinge und gelangen in den Boden. Also wenn überhaupt, dann ist beim Befall ggf. mit Neemöl zu spritzen. Denn so schützt man die Nützlinge. Das Problem: Verpasst man den Zeitpunkt zum spritzen (z.B. Urlaub), so steht man wieder vor einem abgefressenen Buchsbaum.

So sind wir bei unseren Recherchen noch auf eine weitere Möglichkeit gestoßen, um dem Buchsbaumzünsler das Leben schwer zu machen. Und zwar sollte man bereits so Mitte April den Buchsbaum mit Algenkalk einstäuben. Nach den Eisheiligen sollte man den Buchsbaum dann schneiden und ggf. bis Ende Mai die Prozedur mit dem Algenkalk nochmals wiederholen. Ja selbst komplett kahle Gerippe sollen so wieder ausgetrieben sein. Allerdings braucht man dazu sehr viel Geduld.

Also ist es in jedem Fall besser vorbeugend mit dem Algenkalk die Buchsbäume zu behandeln. Der Algenkalk stärkt die Pflanze und zugleich wird er durch den Regen in die Pflanze gewaschen und setzt sich auf die Triebe und Blätter des Buchsbaumes. Das hat zur Wirkung, dass die Raupen des Zünslers wohl erst garnicht aus den Gelegen aufwachsen. Der Algenkalk stört also wohl die Lebensbedingungen zum heranwachsen der Raupen.

Da eine Kundin von uns ganze Buchsbaumhecken hat, die in diesem Jahr zum ersten mal befallen sind, werden wir den Algenkalk dort nun einsetzen und in Zukunft über Erfolg oder Niederlage berichten. Generell ist wichtig auch nach der Behandlung im Laufe des Jahres immer mal ein Auge auf die Pflanzen zu werfen. Wir werden es tun.

Bild 1: Raupe des Buchsbaumzünslers

Bild 2: entfernte Buchsbäume auf unserem Anhänger - Die Raupen auf der Flucht an der Bordwand.


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